ANDREAS SAUTER | BERNHARD STUDLAR
Alles in Ordnung
Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf, frühstücken, gehen ins Fitnessstudio – wie jeden Tag. Soll es das gewesen sein – Ihr Leben? Sie steigen auf ein Brückengeländer und wollen in den Fluss springen.Stellen Sie sich jetzt vor, Sie fahren wie jeden Morgen zur Arbeit. Sie sehen eine Frau auf dem Brückengeländer stehen. Sie parken Ihr Auto am Straßenrand und rennen zu dieser Frau.
Stellen Sie sich weiter vor, die Frau fällt bei dem hektischen Rettungsversuch von der Brücke und entsteigt dem Fluss unverletzt.
Was für ein Anfang für die Geschichte von Susa und Gerd. Wenn die beiden nur Augen dafür hätten. Diese Augen hat Gerds bester Freund Bongo, der am Telefon versucht, dieser Begegnung eine glückliche Wendung zu geben. Als wäre es auch seine Chance auf ein neues Leben.
Andreas Sauter und Bernhard Studlar erzählen in ihrer Komödie „Alles in Ordnung“ von den Momenten, in denen das Leben nochmals ganz von Vorne anfangen könnte – und von der Angst, diese Chancen wahrzunehmen.
Regie:André Becker
Ausstattung: Lucia Becker
Musik: Bo Wiget
Mit: Marion Freundorfer, Fredrik Jan Hofmann, Kenneth Huber

Pressestimmen:
www.nachtkritik.de
So ist "Alles in Ordnung" ganz und gar in der Gegenwart verankert und verhandelt heutige Sehnsüchte und Nöte. Nicht verbissen, sondern mit leichter Hand wird dabei das Medium Theater ausgereizt und die Illusionsfabrik augenzwinkernd konterkariert. Den drei Akteuren gelingt die Gratwanderung zwischen direkter Kontaktaufnahme mit dem Publikum und Identifikation mit den Rollen. (Stuttgarter Zeitung)
Die Zuschauer erleben ein Bühnengeschehen, das gerade wegen seiner ausgeprägten Handlungsarmut besonders spannend. Das liegt zum einen daran, dass der Regisseur die komischen Elemente des Stücks geschickt einfängt und zum anderen erweisen die drei Schauspieler bei ihren gezielten Minimalaktionen als sehr ausdrucksstark. (Stuttgarter Nachrichten)
Zu unaufgeregt-heiteren Lounge-Musik von Bo Wiget, deren Akkorde in Endlosschleifenmanier einzelne Szenen untermalen, drehen Susa und Gerd nun gemeinsam ihre Lebensschleifen. Sie treten aus dem engen Keil der Vergangenheit im hinteren Bühnenraum (Ausstattung: Lucia Becker) nach vorne, wo die weiten Perspektiven locken. (Eßlinger Zeitung)
Veranstaltungsort: Bühne
Premiere:
Freitag, 18. Juni, 2010 um 20:00

