6 and the City
ARNIM BAUER, JOHN BIRKE, MARTINA DöCKER, UTA-MARIA HEIM, TIMO HILDEBRAND, JULIA LAUTER
6 and the City (4!)
STOPPT STUTTGARTDiese und andere Visionen für die schwäbische Landeshauptstadt präsentiert das Theater Rampe in der 4. Staffel der erfolgreichen Theaterserie auf dem Stuttgarter Fernsehturm, in der sich verschiedene Autoren mit „ihrer“ Stadt auseinandersetzen.
Julia Lauter | »Unten«
Ein lebensmüder Versager trifft auf einen unbekannten Mann (Schutzengel, Gewissen, Mephisto), der ihn wachrüttelt und ihm eine zufällige Begegnung mit der Liftfrau verschafft.
Martina Döcker | »Zahlen, bitte!«
Der frisch gefeuerte Direktor einer schwäbischen Großbank wird zu einem Termin ins Café auf dem Stuttgarter Fernsehturm gebeten. Als sich dieser Termin als seine erste Lebensgefährtin entpuppt, muss er Farbe bekennen.
Arnim Bauer | »Aus der Welt des Irrsinns«
Zwei Paare prallen in der schwäbischen Welt aufeinander und erkunden des spezifischen Umgang mit selbiger: wie die Welt auch begriffen werden kann: nämlich schwäbisch absurd.
Uta-Maria Heim | »Big Raushole«
Wir würde eine Kartenrunde in einem Stuttgarter Nobelaltersheim auf dem Killesberg aussehen, wenn die Bader-Meinhof-Bande aus Stammheim geschmuggelt, ein Altnazi als Chefredakteur einer großen Stuttgarter Zeitung in Pension geschickt und der kommunistische Widerstand immer noch am Leben wäre.
Timo Hildebrand | »Das Schlusswort des Solisten«
Der Tormann steht im Tor und wartet auf den entscheidenden Schuss. Elfmeter in letzter Minute. Wenn er diesen Strafstoß hält, ist er mit seiner Mannschaft deutscher Meister. Wenn nicht, dann nicht. In der Konzentration auf den Ball werden Gedanken in ihm laut, Bilder, Erinnerungen, Überlegungen; ein persönlicher Austausch des Solisten mit seinem Publikum, den Fans.
John Birke | »Globalisierung ist ein krasser Kunde, Darling«
Der Stuttgarter Fernsehturm ist zum „Rupert-Murdoch-Tower“ geworden, Degerloch ein Coca-Cola-Funcenter und Stuttgarter Bauherren planen das doppelstöckige Stuttgart: unten wird gewohnt und gelebt, alles klimatisiert und Deckel drauf und im zweiten Stock werden Wolkenkratzer gebaut – da muss man ja wohl auf die Barrikaden setigen und zur Stadt-Guerilla werden.
Inszenierung: Stephan Bruckmeier
Dramaturgie: Petra Weimer
Ausstattung: Ingrid Leibezeder
Mit: Stephan Bruckmeier, Folkert Dücker, Philipp Heitmann, Barbara von Münchhausen, Petra Weimer sowie Denise Kleine und Madeleine Pfälzner
Am Mittwoch den 07.07. sowie am Donnerstag den 08.07 spielt Jonathan Bruckmeier, Aki Tougiannidis und Stephan Bruckmeier anstelle von Folkert Dücker
Kleine Kammerspiele wurden hier geboten, und die Schauspieler Folkert Dücker, Philipp Heitmann, Barbara von Münchhausen und Petra Weimer boten gemeinsam mit dem Regisseur und Mitdarsteller Stephan Bruckmeier filigran gearbeitete Theaterkunst. (...) Denn die Rampe liebt, was sie tut, und das zählt. (Stuttgarter Zeitung 04. November 2009)Hildebrand verschafft dem Ensemble freilich Aufmerksamkeit. Auch wenn die Inszenierung den Promifaktor gar nicht nötig hätte. Unter dem Motto "Stoppt Stuttgart" setzen sich die Autoren mit den Macken ihrer Stadt auseinander - politisch unkorrekt, absurd und vor allem: witzig. (Stuttgater Nachrichten, 04. November 2009)
Foto: © Heike Schiller
Veranstaltungsort: Fernsehturm
Premiere:
Montag, 02. November, 2009 um 20:00

