ROBERT ATZLINGER
augen zugedrückt
GASTSPIELPerformance-Theater
Zum Inhalt:
Zwischen Anpassung und Auflehnung, Zukunftsangst und Konkurrenzkampf
Sascha ist Einzelkind. Berufs- und Zukunftssorgen stressen die Eltern. Sie lieben ihr Kind, aber ihre Liebe ist von Angst bedrängt und mündet in der Anstrengung, Sascha fürs Leben zu rüsten. Was nutzlos scheint, wird kaum gewürdigt. - Die Eltern erleben, dass Sascha nicht will. Er nässt ins Bett, sein Verhalten wird immer auffälliger. Dennoch, Sascha konfrontiert die Eltern nicht, im Gegenteil, er hat das Gefühl, sich fortwährend anzupassen und einzuschränken. Sascha verstrickt sich in eine schier endlose Adoleszenz. Am Ende steht er vor der Frage, endlich ja zu seinem Leben zu sagen, erwachsen zu werden.
Die Realität geht flöten
Der Text zu augen zugedrückt hat die Ausstrahlung eines eigenwilligen Tagebuches, in dem Dialogfragmente, Beschreibungen und Fantasien einander abwechseln. Das Alter Saschas, der diese Aufzeich-nungen macht, bleibt ungreifbar. Unklar ist auch, ob Ereignisse schon geschehen sind, oder erst geschehen werden.
Der Mann im Kind
Für die szenische Umsetzung lag der Schwerpunkt darauf, kindliches Verhalten im Erwachsenen und erwachsenes Verhalten im Kind sichtbar zu machen. Kinder denken zunehmend in den Kategorien der Erwachsenen und vermissen als Erwachsene das Unvoreingenommene und Ergebnisoffene des kindlichen Erforschens.
Kritzeln
Die szenische Bilderfolge ist ausgearbeitet, jedoch nicht endgültig festgelegt. Die Sprach- und Szenen-Elemente überlagern sich, werden spontan ergänzt und erweitert, begegnen sich neu und formen jeden Abend eine unverwechselbare Collage im Zusammenspiel.
Von und mit: Robert Atzlinger, Bernhard M. Eusterschulte
"Insgesamt ist Augen zugedrückt eine Collage, die das Thema Heranwachsen raffiniert bearbeitet..." (Sutttgater Zeitung)
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gefördert durch den landesverband der freien theater baden-württemberg e.v. aus mitteln des ministeriums für unterricht, forschung und kunst und durch den fonds darstellender künste; durch die stiftung LB-BW und die stiftung hypo real estate
Foto:©Schieselbein
Veranstaltungsort: Bühne

