Zeitzeugengespräch mit Rachel Dror 
WOCHE DER BRüDERLICHKEIT 2009
Aufbrüche – Stationen und Erkenntnisse aus dem Leben von Rachel Dror

„1949 - 2009. So viel Aufbruch war nie“ (?)

Schon früh erfährt die aus einem jüdisch-religiösen Elternhaus stammende Rachel Dror, dass Leben mit Veränderungen, Ortswechseln und Neuorientierung verbunden ist. Im Gespräch mit Angelika Vogt berichtet sie von Stationen ihres Lebens, von Erfahrungen und Erlebnissen aus der Zeit des Nationalsozialismus, ihrem Neuanfang in Palästina, der Gründung des Staates Israel und der Rückkehr nach Deutschland.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs gilt den Entwicklungen in der Bundesrepublik heute. Welche Aufbrüche und Veränderungen nimmt sie wahr, wenn sie nicht-jüdischen Menschen bei Synagogenführungen vom jüdischen Leben erzählt? Wie reagieren wir, wenn Haltungen aufbrechen, die vor 10 Jahren als nicht-sagbar galten?

Rahel Dror, geb. 1921 in Königsberg, ab 1931 Besuch des Lyzeums, 1935 Abgang von der Schule, 1939 Auswanderung von Triest nach Palästina (die in Deutschland verbliebenen Eltern kommen in Auschwitz um),1948 Eintritt in den Polizeidienst des neugegründeten Staates Israel, 1957 Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland, 1967 – nach vorheriger Banktätigkeit – Studium, Lehrerin für Bildende Kunst und Technik an einer Sprachheilschule bis 1986. Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung, Vorsitzende des Erzieherausschusses der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, rege Vortragstätigkeit und Synagogenführungen, 1996 Verleihung der Otto-Hirsch-Medaille.



Angelika Vogt, M.A., freie Lektorin und Projektleiterin „Zeitzeugeninterviews" der Jugendstiftung Baden-Württemberg.


Veranstaltungsort: Café

 

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