HEINER MüLLER
Die Hamletmaschine 
KOPRODUKTION
Koproduktion von TART Produktion mit dem Theater Bulgarische Armee/ Sofia, dem

TART Produktion spielt in der Reihe HER MIT DEM SCHÖNEN LEBEN „DIE HAMLETMASCHINE“

Koproduktion von TART Produktion mit dem Theater Bulgarische Armee/ Sofia, dem
Theater Rampe und TNL Théâtre National du Luxembourg

Am 9. Januar 2009 jährt sich der 80. Geburtstag Heiner Müllers.
Die Inszenierung seiner "Hamletmaschine" setzt sich mit der jüngsten Geschichte Bulgariens auseinander: Das Ende des „Kalten Krieges“, die ideologische System-Erstarrung des Sozialismus, dessen Zustand zwischen Aufbruch und Scheitern Heiner Müller in der "Hamletmaschine" reflektiert, bis zum „Fall der Mauer“ und den sozialen, politischen und ökonomischen Folgen bis heute. „Mit dem Neuanfang der blauen Revolution versprechen Demokratie, Kapitalismus und der EU-Beitritt abermals ein besseres Leben für alle. Wie steht es um die Hoffnungen und Erwartungen nach dem neuerlichen Aufbruch?“, beschreibt Eusterschulte seinen Ansatz.
Heiner Müller gab 1977 in Bulgarien den ursprünglichen Plan zu einem eigenständigen Stück über den Hamlet-Stoff auf und verdichtete das Material, das anlässlich seiner Über-setzungsarbeit an Shakespeares Hamlet entstand, zu einem fragmentarischen Prosa-Text in fünf Bildern, der auf Charaktere und Handlung ganz und weitestgehend auf Dialog verzich-tet. Der monologische Text verknüpft und verarbeitet zentrale Motive und Figuren des Hamlet-Stoffes und assoziatives Text-Material mit zeitgeschichtlichen Ereignissen wie der Niederschlagung des kommunistischen Ungarn-Aufstandes 1956.
Das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und vom Kulturamt der Stadt Stuttgart geförderte Projekt steht im Zeichen des Kulturaustau-sches Baden-Württembergs mit dem neuen EU-Land Bulgarien, das seit Januar 2008 der Europäischen Union angehört. Der Dank der Veranstalter gilt außerdem dem Goethe-Institut Bulgarien, der Botschaft der Republik Österreich Sofia und der Botschaft der Bun-desrepublik Deutschland Sofia.

Regie / Raum / Kostüm: Bernhard M. Eusterschulte
Mit: Novakov, Johanna Niedermüller, Nickel Bösenberg, Ekaterina Kirilova Stoyanova, Leonid Anatoliev Jovchev, Snezhina Petrova, Stefan Kostadinov Valdobrev

Foto: ©Rüdiger Schestag

www.tart-sachen.de
Hamlet kehrt aus Wittenberg zurück und trifft auf veränderte unrechtmäßge Macht- und Familienverhältnisse, deren Aufklärung er angeekelt verfolgt und die in die Tragödie führen; soweit der uns bekannte Hamlet-Stoff.
Heiner Müller gibt 1977 in Bulgarien den ursprünglichen Plan zu einem eigenständigen Stück über den Hamlet-Stoff auf und verdichtet das Material, das anläßlich seiner Übersetzungsarbeit an Shakespeares Hamlet entsteht, zu einem fragmentarischen Prosa-Text in 5 Bildern, der auf Charactere und Handlung ganz und weitestgehend auf Dialog verzichtet. Der monologische Text verknüpft und verarbeitet zentrale Motive und Figuren des Hamlet-Stoffes (Ophelia, Polonius, Horatio) und assoziatives Text-Material mit zeitgeschichtlichen Ereignissen wie der Niederschlagung des Reform kommunistischen Ungarn-Aufstandes 1956. Für Müller zeichnet sich bereits Mitte der 70er Jahre ab, daß sich die in das sozialistische Gesellschaftsmodells gesetzten Hoffnungen und Erwartungen in der System-Erstarrung des real-existierenden Sozialismus nicht erfüllen werden, kein Dialog mehr stattfindet. In dieser Situation reflektiert Müller selbstkritisch die korrektive, tragisch-komische Rolle des Intellektuellen (Hamlet) und schreibt sie in die Figur des Hamlet-Darstellers ein, der seine (gesellschaftspolitische Funktion) Rolle verloren hat, enttäuscht und bar jeder Hoffnung auf Veränderung und Erneuerung.



Veranstaltungsort: Bühne

Premiere:
Dienstag, 13. Januar, 2009 um 20:00

Pressestimmen:
hamletkritik.pdf
Pressestimmen.pdf

 

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